SVC-Curry-Essen mit Cuxhaven-Historie gewürzt
Das traditionelle Curry-Essen der Segler-Vereinigung Cuxhaven (SVC) stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Cuxhavener Hafengeschichte. Das Feuerschiff „Elbe 1“ spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie die Segler-Vereinigung selbst.
SVC- Vorstandssprecher Jörn Pietschke freute sich über den Rückenwind, den der Verein auf der Zielgeraden zu seinem 100. Vereinsjubiläum im Jahr 2026 spürt. Das zeigt nicht zuletzt die illustre Gästeliste des Curry-Essens der SVC. Der Leiter des Deutschen Havariekommandos, Dr. Robby Renner, war unter den Gästen der SVC. Für die Deutsche Marine kam Kapitän zur See Holger Schmitt. Der Cuxhavener Bundestagsabgeordnete Daniel Schneider war ebenso dabei, wie Bürgermeister Marc Gerdes von der Stadt Cuxhaven. Die Beteiligung zeige wie stark die Segler-Vereinigung in Cuxhaven verankert ist, sagte Pietschke. Aus dem Wassersport vertrat Bert Frisch nicht nur den Royal Ocean-Cruising Club, sondern auch Trans Ocean, den Verein zur Förderung des Hochseesegelns. Vertreter mehrerer Segelvereine waren bei der SVC zu Gast, genauso wie Dieter Sandforth von der DLRG-Cuxhaven.
Die SVC lädt die befreundeten Segelvereine ausdrücklich im Jubiläumsjahr 2026 ein, gemeinsam mit der SVC den 100. Geburtstag zu feiern. Am Jubiläumsprogramm arbeitet jetzt schon ein Team im Verein. Pietschke ist sicher: „Das wird ein großes Fest. Die Segler-Vereinigung Cuxhaven, mit ihrem ersten Hafen von See wird 100 Jahre alt.“ Das sei der Hafen in dem Deutschlands Rekordweltumsegler Wilfried Erdmann – ein verstorbenes SVC- Ehrenmitglied – seine Reisen beendet hat.
Auch Kapitän Carl Kircheiß lief 1927 nach der ersten Weltumseglung eines Deutschen mit seinem Segelkutter „Hamburg“ in Cuxhaven ein. Und Cuxhaven ist auch der Hafen, in dem Ludwig Schlimbach festmachte, nach der ersten Einhand-Atlantiküberquerung eines Deutschen.
Kircheiß, Schlimbach und Erdmann haben noch das Feuerschiff Elbe 1 passiert. Heute gehört es als Museumsschiff zu Cuxhaven wie die Kugelbake als Wahrzeichen der Stadt.
Kapitän Bernd Petersen, der Festredner des diesjährigen Curry-Essens, referierte über die Geschichte der Feuerschiffe. Besonders widmete er sich der Geschichte des Feuerschiffs Elbe 1, der „Bürgermeister Oswald“. Das Feuerschiff wurde auf der Meyer-Werft in Papenburg gebaut und ist nach dem Krieg als erster Neubau in der Bundesrepublik ausgeliefert worden.1988 wurde die „Bürgermeister Oswald“ endgültig nach Cuxhaven verholt. Damit endete die 172jährige Geschichte der Elbfeuerschiffe.
SVC-Vorstandssprecher Jörn Pietschke blickte auf zwar nur 100 Jahre SVC-Geschichte zurück, aber auch voraus: „Wir sind der Verein, der den größten Yachthafen an der deutschen Nordseeküste allen Wassersportlern offen hält. Die SVC will weiter aktiv mithelfen, dass Cuxhaven ein Hotspot für den Wassersport bleibt.“ Das gelte für Segler, für Motorbootfahrer ja auch für alle anderen, die die See lieben. „Ich habe 2023 auch jemanden im SVC-Yachthafen begrüßt, der im Ruderboot über den Atlantik gekommen ist.“
SVC-Jugendwart Malte Peters berichtete den Gästen von einer erfolgreichen Saison der Jugendabteilung. Besonders gut lief es für die SVC-Jugendlichen auf den Regatten der Nordsee-Woche. Erstmals seit Jahrzehnten wurde in der Grimmershörnbucht auch wieder eine Ranglistenregatten von der SVC organisiert. Diese und andere Geschichten aus 100 Jahren SVC werden in einer Festschrift nachzulesen sein, die der Verein im nächsten Jahr zu seinem 100. Jubiläum herausbringt.
Bildunterschirft:
SVC-Vorstandssprecher Jörn Pietschke (l.) bedankt sich bei Tommy und Angela Cords für die – wie immer – perfekte Organisation des Curryessens.
Foto: SVC
SVC/jöp